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Di. 13.09.11 (HSV Halle) |
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Die Wettkampfmöglichkeiten im Deutschen Ju-Jutsu Verband (DJJV) sind sehr vielseitig und gehen über ein "normales" Wettkampfangebot weit hinaus. Im folgenden werden diese Angebote skizziert, in dem die wichtigsten Bestandteile der jeweiligen Wettkämpfe benannt werden. Weitere Informationen können auf den Seiten des DJJV unter www.djjv.de nachgelesen werden.
Das Ju-Jutsu Fighting-System ist eine Wettkampfvariante im Leichtkontakt. Gekämpft wird in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen mit Hand-, Fuß- und Tiefschutz. Erlaubt sind Tritt- und Schlagtechniken im Leichtkontakt, sowie Hebel-, Wurf-, Würge- und Haltetechniken. Die Kampfzeit beträgt 2 x 2 Minuten die durch eine Pause von einer Minute unterbrochen wird. Im JJ Fighting-System wird unter drei verschiedenen Parts (Distanzen) unterschieden: Part 1 ist die weiteste Distanz zum Gegner, in der nur Schläge und Tritte ausgeführt werden dürfen. Im Part 2, der sogenannten "Griffdistanz" dürfen nur Wurf-, Hebel- und Würgetechniken angewendet werden, Tritt- und Schlagtechniken sind untersagt. Part 3 ist die sogenannte "Bodenkampfdistanz", in der wiederum ausschließlich Hebel-, Würge- und Haltetechniken angewendet werden dürfen. Ein Kämpfer kann durch verschieden Möglichkeiten einen Sieg erringen: zum Einen durch einen Punktesieg nach Beendigung der Kampfzeit oder einer Verlängerung, da die Anwendung von Techniken bzw. Technikserien unterschiedlich mit Punkten bewertet wird. Zum Zweiten durch Siege in allen drei Parts vor Beendigung der normalen Kampfzeit. Hierbei muss ein Wettkämpfer in allen drei Parts eine Volle Wertung (Ippon) erhalten, d. h. seine Aktionen müssen technisch gut ausgeführt werden oder ein Kämpfer gibt in einem der Parts auf, was in diesem Part zu einem Ippon zu Gunsten des Kontrahenten führt. Zumeist resultiert diese Aufgabe aus einem Hebel, Würger oder Haltegriff, der dem Wettkämpfer schmerzt, die Luft abdrückt oder ihn über eine gewisse Zeit (20 Sekunden) in einen Haltegriff hält, ohne dass er sich daraus befreien konnte. Die letzte Möglichkeit, einen Kampf zu gewinnen, ist die Aufgabe des Kontrahenten für den Kampf, z. B. wegen einer Verletzung oder mangelnder Kondition. Im JJ Fighting-System gibt es viele Turniere, u. a. auch jährlich Qualifikationskämpfe auf Bezirks-, Landes-, Norddeutsche- und Bundesebene. Darüber hinaus haben gute und talentierte Kämpfer die Möglichkeit, über den Bundeskader an Europa- und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Für Kinder und Jugendliche gibt es darüber hinaus gesonderte Wettkämpfe, ebenfalls werden Wettkämpfe für Neulinge angeboten. Kritische Anmerkung: Sogar die Würfe selbst bilden im JJ Fighting-System eine paradoxe Differenz zum Leichtkontakt. Wurftechniken im Wettkampf unterliegen keinerlei Reglementierung und werden größtenteils äußerst hart durchgezogen, darüber hinaus schmeißt sich der Werfer aus taktischen Gründen oft nach einem Wurf auf seinen Kontrahenten. Dieser kommt zumeist durch den harten Wurf zu keiner vernünftigen Falltechnik und muss zusehen, dass er unverletzt zu Boden kommt. Genau zu diesem Zeitpunkt trifft der Werfer mit seinem ganzen Körpergewicht und dessen Fallgeschwindigkeit auf den Körper des Geworfenen auf. Dies soll insgesamt aber nicht den Sinn des Fighting-Systems in Frage stellen, da der Kampf im Leichtkontakt für viele Wettkämpfer eine lohnenswerte Herausforderung darstellt. Für die Sportler, denen Wettkämpfe im Fighting-System zu aggressiv und zu verletzungsträchtig sind, die aber dennoch gerne an Wettkämpfen teilnehmen möchten, kommen folgende beiden Angebote in Betracht. Formenwettkampf |
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